Deutschland: Klimaschutzprogramm greift zu kurz

Die Allianz pro Schiene sieht im aktuell verabschiedeten Klimaschutzprogramm der Bundesregierung eine vertane Chance für die Verkehrswende. Nach Ansicht des Verkehrsbündnisses wird die ökologische Hebelwirkung der Schiene massiv unterschätzt. Um den Sektor nachhaltig und bezahlbar umzugestalten, reiche es nicht aus, allein auf das Deutschlandticket zu setzen; es fehle vielmehr an konkreten Maßnahmen, um den Verkehr spürbar von der Straße auf die Schiene zu verlagern.

Fehlender Fokus in der Preisdebatte Ein zentraler Kritikpunkt der Allianz ist die aktuelle politische Konzentration auf den Benzinpreis. Anstatt in Wahlkampfzeiten lediglich auf schnelle Vergünstigungen an der Zapfsäule zu drängen, müsse die Bundesregierung den Ausbau von Bus- und Bahnkapazitäten forcieren. Nur ein größeres Angebot schaffe den nötigen Anreiz für den Umstieg vom Pkw. Damit dieser Umstieg für alle Bevölkerungsschichten möglich ist, fordert das Bündnis zudem ein bundesweit einheitliches Sozialticket als Ergänzung zum Standard-Tarif.

Vernetzung statt Spritpreis-Fokus Angesichts steigender CO₂-Emissionen im Verkehrssektor – belegt durch aktuelle Daten des Umweltbundesamts – drängt die Allianz pro Schiene auf eine engere Verzahnung der Verkehrsträger. Statt einer Fixierung auf fossile Kraftstoffpreise solle die Bundesregierung die Elektromobilität ganzheitlich fördern. Dies gelte sowohl für den Güter- als auch für den Personenverkehr.

Ein praxisnaher Lösungsansatz des Bündnisses: Die flächendeckende Ausstattung von Park-and-Ride-Plätzen mit E-Ladesäulen. So könnten Pendler den ersten Teil ihres Weges elektrisch zurücklegen und anschließend nahtlos auf die Schiene umsteigen – eine Kombination, die Mobilität gleichzeitig klimaschonend und bezahlbar mache.

    Quelle: Klimaschutz im Verkehr: Mehr Schiene statt Benzinpreisdebatte | Allianz pro Schiene

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