Licht am Ende des Tunnels

Großprojekt Rastatt biegt auf die Zielgerade ein

Rastatt – Es ist eines der am schärfsten beobachteten Nadelöhre der europäischen Infrastruktur: Der Tunnel Rastatt. Als Herzstück der Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe–Basel entscheidet dieses Projekt über die Leistungsfähigkeit des gesamten Rheintal-Korridors. Die aktuellen Fortschritte zeigen deutlich: Das Ziel, diese zentrale europäische Schlagader endlich zu entlasten, rückt in greifbare Nähe.

Oströhre und Tunnelbau: Sichtbarer Fortschritt

An der Oströhre wird derzeit mit Hochdruck betoniert. Wer die Baustelle besucht, kann den späteren Verlauf der Personenunterführung bereits deutlich erkennen. Nach dem planmäßigen Abschluss dieser Arbeiten im Frühjahr 2026 folgt der Rückbau der Schlitzwand. Die finale Fertigstellung der Unterführung ist für 2027 nach der Rückverlegung der Rheintalbahn avisiert.

Im Inneren des Tunnels weicht der Rohbau der Hochtechnologie:

  • Innenausbau: Die Sicherheitsbeleuchtung brennt bereits, Strom- und Telefonkabel werden kilometerweise verlegt.
  • Sicherheit: Die Tunnelpendeltüren der Querschläge sowie die Hebeanlagen sind nahezu vollständig installiert.
  • Schallschutz: Am Trog Süd wächst die Verkleidung, um die Anwohner nachhaltig zu entlasten.

Technik-Check: Das Gehirn der Strecke geht online

Die Gleise an den nördlichen und südlichen Anschlüssen liegen, die Abnahme der Leit- und Sicherungstechnik läuft. Ein besonderer Meilenstein ist das neue Elektronische Stellwerk Kreuzacker, das künftig den Verkehr auf der Neubaustrecke dirigieren wird. Aktuell wird hier die Software vorbereitet – das digitale Herzstück der Anlage.

Auch die Konnektivität stimmt: Nach dem ersten Mobilfunkmast im Dezember 2025 folgt im April der zweite am Südportal, um lückenlosen Empfang und Behördenfunk im Tunnel sicherzustellen.

Quelle: Newsletter vom 27.02.2026: Bahnprojekt Karlsruhe–Basel, DB Infra GO AG

Beitrag teilen:

Ähnliche Beiträge